Chronik 1990 bis 1999

Eine Freundschaft beginnt

Bei der folgenden Aufstiegsfeier im Mai 90 in der Tennishalle Bornheim sind auch erstmals die Freunde vom BSG ZERO Ahlsdorf dabei, die auf Initiative von Wilfried Knott aus der Noch-DDR angereist sind.

Es wird eine beeindruckende und tief bewegende Begegnung mit den acht Freunden aus dem Osten, von denen nach dem Fall der Mauer viele erstmals für einen ausgiebigen und längeren Besuch im Westen sind. Staunend erleben sie drei tolle Tage mit der Tischtennisabteilung des SSV Bornheim, hier werden Freundschaften fürs Leben geschlossen. Im September geht es mit einer achtköpfigen Delegation zum Gegenbesuch in das Mansfelder Land nahe Lutherstadt Eisleben. Hier wird man mit beispielloser Gastfreundschaft überschüttet und steht fassungslos vor den Auswirkungen des DDR-Regimes. Es werden unvergessliche Tage und Eindrücke in Ahlsdorf.

Viele Besuche hüben und drüben folgen, wovon wohl die Fahrt mit Damen zum Ahlsdorfer Pfingstfest im Mai 1991 einen Höhepunkt in der Freundschaftsbeziehung darstellt. Unvorstellbar, mit welcher Leidenschaft und welchen Zusammenhalt hier die meisten Leute den Untergang des totalitären Regimes feiern. Tief beeindruckt stehen vor allen Dingen die Bornheimer Frauen den Festlichkeiten gegenüber. Unterdessen geht es zu Hause der Aufschwung der Tischtennisabteilung weiter, die Tour geht in die Heimat von Manfred Schmitz nach Manderscheid, und der Vorstand wird in seinem Amt bestätigt.
Eine Damenmannschaft wird wiederum installiert und feiert sofort große Erfolge.
Die Tischtennisabteilung nimmt erstmals am Fußballturnier für Ortsvereine teil und erreicht einen guten 3. Platz. Ende September 1991 kommen "unsere Ahlsdorfer" erstmals mit Frauen zum Besuch nach Bornheim. Beim gemütlichen Abend werden u.a. die 1. Herrenmannschaft für den Aufstieg in die Kreisliga sowie die 3. Herren für den Aufstieg in die 2. Kreisklasse geehrt. Hierbei kann in der Ersten der Weggang von Marek Gruzewski nahtlos durch die Verstärkung Gerd Lersch kompensiert werden, der damit den "Rösberger Clan" um Gerd Braun anführt.
Mittlerweile sind in der Abteilung 4 Herren-, 1 Damen- und 3 Jugendmannschaften, insgesamt fast 80 Leute an der Platte.

Ende der Saison 1991/1992 geht die Abteilungstour nach Attendorn im Sauerland, im September richtet der SSV Bornheim erstmals die Kreismeisterschaften aus und im unmittelbaren Anschluß geht es wieder zum Besuch zu unseren Freunde nach Ahlsdorf. Ende des Jahres wird die gesamte Tischtennisabteilung des SSV Bornheim dank einer großzügigen Spende des Wirtsehepaares Maria und Ernst Werner aus dem Vereinslokal Kaiserhalle komplett mit neuen Trikots ausgerüstet.

Im Januar 1993 unterliegt die 1. Damenmannschaft im Endspiel des Lady-Cups der Mannschaft vom TuS Dollendorf und erringt somit die Silbermedaille. Die erste Herrenmannschaft steigt leider wieder aus der Kreisliga ab, bedingt durch Verletzungen und trotz des Zugangs von Hansi Meichsner, der aber eine wertvolle Verstärkung ist. Nach weiteren Zugängen von Marcel Wilmshöfer, Rainer Ludwig und Herbert Dreser peilt man den Wiederaufstieg an.

Die Jahrestour geht nochmals nach Manderscheid und im Sommer gewinnen die "Fußballer" der Tischtennisabteilung erstmals das Bornheimer Ortsturnier.
Im Januar 1994 folgt dann ein weiterer großer Erfolg mit dem Gewinn des Lady-Cups in der Besetzung Ira Kreutzer, Martina Drexel und Marita Vey.
Auf der Jahreshauptversammlung übernimmt Wilfried Knott das Amt des Abteilungsleiters von Dieter Müller. Nach nur wenigen Monaten gibt Wilfried Knott sein Amt an Dieter Müller zurück, der damit die Abteilung seit nunmehr zehn Jahren fast ununterbrochen führt.

Mehrere Titel gibt es bei den Kreis- und Bezirksmeisterschaften, nach den letztjährigen Doppel-Kreismeistern Gerd Braun und Horst Hanft sind diesmal Karl Opree im Doppel sowie Martina Drexel im Einzel und mit Martina Vey im Doppel, Horst Hanft und Ingo Christ im Doppel an der Reihe. Bei den Stadt-Meisterschaften dominieren Rainer Ludwig und Marcel Wilmshöfer, Vereinsmeister wird nach jahrelanger Dominanz von Gerd Lersch erstmals Neuzugang Herbert Dreser, der sowohl im Einzel als auch an der Seite von Ingo Christ im Doppel erfolgreich ist. Die 1. Herrenmannschaft hat ihr Ziel mit dem Aufstieg über die Relegation geschafft und auch die Damen starten in der Kreisliga. Es geht mit insgesamt 5 Herren- ,1 Damen und 2 Jugendmannschaften in die Spielzeit 1994/95.

Die Vereinstour führt diesmal organisiert von Thorsten Parthier und Ingo Christ ins westfälische Münster und kommt bei allen sehr gut an.
Auch die Weihnachtsfeier wird von einem neuen Ausschuss organisiert und findet in neuem Outfit statt. Nach Abschluss der Saison sind wieder drei Aufstiege zu feiern, den der 2. Herren in die 1. Kreisklasse und die 3. und 4. steigen in die 2. Kreisklasse auf. Vereinsmeister wird erstmals Mark Köhler.
Die leider sehr schlecht frequentierte Vereinstour nach Irrel bei Bitburg leitet eine erfolgreiche Saison des SSV Bornheim ein, dem gleichzeitigen Gewinn des Lady-Cups und Simon-Cup durch Damen und Herren, einem Novum in der über 40-jährigen Geschichte des "General-Anzeiger-Wettbewerbes" folgt noch viel schöner der gleichzeitige Aufstieg beider Teams in die Bezirksklasse.

In dieser Spielzeit liegt daher bei diesen beiden Teams das Hauptaugenmerk auf dem Klassenerhalt, den die "Mädels", verstärkt durch Andrea Grüsgen, schon geschafft haben dürfen, wobei die "Jungens" gehandicapt durch die langwierige Verletzung von "Altmeister" Gerd Lersch noch bis zum letzten Spieltag kämpfen müssen. Die 2. und 4. Herren werden in der 1. und 2. Kreisklasse aufsteigen, die 3. Herren wird sich knapp in der 2. Kreisklasse behaupten können.
Im Januar 1997 konnte mit dem erneuten Gewinn des Simon-Cups in der Trostrunde mit der Besetzung Stefan Müller, Karl Opree und Mark Köhler ein weiterer Erfolg verbucht werden.